Dialog der 2AK mit Vorstandsdirektor der Flughafen Wien AG
Am 12. Februar 2020 war die 2AK in Begleitung von MMag. Beglarian und Mag. Friesacher im Rahmen des Projektes „Schüler gestalten Wandel“ zu einem Dialog mit dem Vorstandsdirektor Mag. Julian Jäger des Flughafens Wien im Office Park am Flughafen eingeladen.
Einleitendes Bild: Dialog der 2AK mit Vorstandsdirektor  der Flughafen Wien AG

Die Schwerpunkte des Gespräches lagen auf den Themen Umwelt und Jobmöglichkeiten. Aus diesem Grund war auch Ing. Roch, Leiter des Umweltmanagements, anwesend. Während des offenen und anregenden Dialogs kamen sehr viele spannende Fragen auf. Eine Frage war, wie umweltfreundliches Fliegen denn aussehen könnte. Hier liegt die Zukunft vor allem in synthetischen Treibstoffen, allerdings wird derzeit noch zu wenig in diese Richtung geforscht. Eine weitere Möglichkeit wäre der Einsatz von Elektromotoren in Flugzeugen. Doch hier ist die Problematik, dass aufgrund der Größe der Motoren, die Anzahl der möglichen Passagiere pro Flugzeug sinken würde. Beide Maßnahmen könnten die Fluglinien setzen. 

Eine Maßnahme, die der Flughafen selbst ergreifen könnte, wären billigere Tarife für umweltfreundliche Fluglinien. Interessanterweise fühlt sich der Flughafen für den CO2 Ausstoß in der Luft nicht mitverantwortlich, obwohl er die Flüge überhaupt erst ermöglicht. Der Flughafen Wien selbst möchte durch den Ausbau erneuerbarer Energie und den Einsatz von Elektrobussen klimaneutraler werden.

Auch über die dritte Piste wurde diskutiert. Diese Piste soll Staus in der Luft vermeiden und dadurch den CO2 Ausstoß verringern. Offiziell heißt es, dass es dadurch nicht mehr Flüge geben wird, doch einer Aussage des Vorstandes zufolge, wird der Wunsch nach Mobilität weiter steigen. Wenn also nicht der Flughafen Wien diesen Wunsch erfüllt, so wird dies die Konkurrenz in 20 km Entfernung tun. 

Auch aktuelle Situationen, wie das Coronavirus, wurden angesprochen. Durch die gestrichenen Flüge wird der Umsatz zwar negativ beeinflusst, jedoch nicht dramatisch. Am stärksten wirkt sich dies bei den Erlösen der Shops aus, da die chinesischen Touristen im Schnitt mehr einkaufen als alle anderen. 

Was die Jobmöglichkeiten angeht, fehlt es dem Flughafen an Fluglotsen, obwohl diese sehr gut bezahlt werden. Auch IT-Fachkräfte werden gesucht. Praktikumsmöglichkeiten gibt es ebenfalls.

Persönlich fand ich es sehr interessant, dass der Vorstand trotz seiner hohen Position nicht abgehoben wirkte. Doch noch viel faszinierender war seine Fähigkeit zu reden. Während des Zuhörens hat man die eigentliche Frage völlig vergessen, auch wenn diese nicht ganz beantwortet worden war. Wie viele spezielle Schulungen dafür wohl notwendig waren?