2AHITN 2016/17
REliSophiKUMM - GFOE
Bericht zur Gesprächsreihe REliSophiKUMM. Ein Projekt der 2AHITN und 3AHTIN im Rahmen des katholischen Religionsunterrichtes Gesprächspartnerin: Mag. Markus Gföhler
Einleitendes Bild: REliSophiKUMM - GFOE

Zu den von der Projektgruppe erarbeiteten Fragen zu Menschsein, Glaube und Leben gab uns allen Herr Professor Gföhler ein lebendiges Zeugnis. Hier ein paar Einblicke:

 

Schon von Beginn weg zeigt sich ein sehr reflektierter Mensch, der uns zeigt, dass es im Leben nicht um Vorteilschinden oder gar bloße Natur geht, sondern um Solidarität, Uneigennützigkeit und auch Träume. Der Mensch darf Fehler machen: „Wenn man nix falsch macht, hat man etwas falsch gemacht.“ Es geht also auch darum, das Risiko nicht zu scheuen. Erfahrungen und Entscheidungen machen uns zu dem Menschen, der wir sind. Das heißt, die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung und der Wandel. Dies zu vollziehen gelingt mit einer positiven Grundeinstellung, die wir an Vorbildern lernen können.

 

Und an dieser Stelle lernen wir ein feuriges Bekenntnis zu unserem Staat kennen, das uns sehr bewegt hat. Gföhler stellt dabei die gesunde Relation her, dass es uns in Österreich sehr sehr gut geht; zu sehen, wie in der Gesellschaft mit Benachteiligten umgegangen wird. Bescheidenheit als Gesellschaft fehlt den ewigen Schwarzmalern und Verschwörungstheoretikern. Sie fehlt aber auch in den wirtschaftlichen Konzepten. Und hier zeigt uns Herr Professor immer wieder die Chance auf, das Menschsein zu leben. Denn glücklich und zufrieden zu leben, heißt, das wirklich Wichtige des Lebens in den Mittelpunkt zu stellen. Es geht im Leben nicht um den neoliberalistischen Ansatz von mehr und mehr, sondern um Genießen, was man hat. Nicht als Spaß und Party, auch nicht im Ködern-Lassen von Karriere und Erfolg. Geglücktes Leben ist als Mensch zu leben, nach dem eigenen Maßstab. Dies ist an die jungen Menschen durch Vorleben weiterzugeben. Herr Professor Gföhler hat all das selbst erlebt: Einen sehr gut bezahlten Job kündigte er, weil er merkte, das ist nicht seine eigentliche Aufgabe. Er ist heute glücklich, als Lehrer diese gefunden zu haben und leben zu können: Nicht durch Regeln und Vorgaben, sondern durch Vorleben „Man kopiert lieber Sympathisches!“.

Diese „Folie“ legt Herr Professor Gföhler auch auf Religion. Auch da sieht er die Weitergabe der guten Werte und des Glaubens durch Regeln eher verstellt. Es geht um Teilen, Bescheidenheit, Gemeinschaft. Auf die Frage, was ist Ihnen heilig, antwortet er: „Die Würde des Menschen ist unantastbar!“ Dies behalten wir aus diesem Gespräch als Wegweiser.

 

Dies war das letzte Gespräch in unserer Reihe.

Am 2. Juni gibt es die Abschlussveranstaltung mit allen Gesprächspartner/innen in der Lernlandschaft – Schülerheim/EG um 11 Uhr. Wir wollen alle recht herzlich dazu einladen! Bitte PÜNKTLICH kommen. Es wird ein Projekt-Handbuch geschrieben, das ab Ende Juni bei allen Gesprächspartner/innen, sowie bei der Projektleitung einzusehen ist; Dabei können ja so manche Gespräche weitergehen …

 

Im Namen des Projektteams Samuel Straus und Anna-Maria Klaghofer